Brennwert vs. Heizwert » Was ist der Unterschied?

Beschäftigt man sich mit Heizungen und Brennstoffen, tauchen immer wieder die Begriffe „Heizwert“ und „Brennwert“ auf. Beide definieren die Energie, die in einem Brennstoff steckt. Dabei gibt es aber wesentliche Unterschiede!

Das lernst Du von Holz Harry:

Definition Heizwert: Was versteht man darunter?

Der Heizwert gibt an, wie viel Wärmeenergie beim Verbrennen eines Brennstoffs zum Erwärmen von Wohnräumen oder Wasser zur Verfügung steht. Veraltet auch „unterer Heizwert“ genannt, berücksichtigt der Heizwert nicht die in der Abluft enthaltene Energie bzw. Wärme.

Er gibt an, wie viel Energie nach den Verlusten bei der Verbrennung in herkömmlichen Heizsystemen tatsächlich vorhanden ist. Als Kondensationswärme gehen beim Verbrennen von Gas etwa 11 Prozent, bei Heizöl circa 6 Prozent Energie verloren.

Definition Brennwert: Was sagt dieser aus?

Früher auch „oberer Heizwert“ genannt, ist der Brennwert die Summe aus der reinen Verbrennungswärme und der Energie, die beim Abkühlen der Abgase frei wird. Daher liegt der Brennwert eines Brennstoffs immer über dessen Heizwert.

Brennwert & Heizwert: Wo liegt der Unterschied?

In beiden Fällen wird eine volumen- oder massebezogene Energiemenge angegeben: So liegt der Brennwert von Heizöl beispielsweise bei etwa 12,5 kWh/kg.

Das bedeutet, dass auf einem Liter Heizöl etwa 12,5 Kilowattstunden gewonnen werden können. Keinesfalls darf man die Begriffe „Heizwert“ und „Brennwert“ aber gleichsetzen.

1. Während der Heizwert die Energiemenge bezeichnet, die bei der Verbrennung eines Brennstoffs entsteht, berücksichtigt der Brennwert zusätzlich die Wärmeenergie im Abgas.

2. Bei der Ermittlung des Heizwerts kommt es zu keiner Kondensation des Wasserdampfs im Abgas. Bei der Ermittlung des Brennwerts werden die Abgase heruntergekühlt, so dass der Wasserdampf kondensiert und Wärmeenergie freigesetzt wird.

3. Der Heizwert ist immer kleiner als der Brennwert.

Die meisten Anbieter von Brennstoffen kennzeichnen ihre Produkte mit beiden Kennzahlen. Für Besitzer älterer Heizungen ist in erster Linie der Heizwert interessant. Wer eine moderne Brennwertheizung betreibt, sollte sich dagegen am Brennwert orientieren.

Was unterscheidet die Brennwerttechnik von älteren Heizsystemen?

Bei älteren Konstanttemperaturkesseln und den modernen Niedertemperaturkesseln wird durch hohe Temperaturen bewusst eine Abgaskondensation verhindert. So sollen Schäden am Kessel oder am Abgassystem vermieden werden.

Die Brennwerttechnik nutzt dagegen auch die Wärme, die bei der Abgaskondensation frei wird und erzielt damit eine Verbesserung des Wirkungsgrads von bis zu 6 Prozent bei Öl- und maximal 11 Prozent bei Gaskesseln.

Für die gezielte Kondensation der Gase sorgt dabei ein Wärmetauscher, der die zurückgewonnene Wärme zusätzlich ins Heizsystem einspeist. In der Anschaffung sind Brennwertgeräte etwas teurer. Schließlich steckt mehr Technik drin und es müssen bestimmte Voraussetzungen wie ein Kanalanschluss für das Kondensat sowie ein korrosionsbeständiger Kamin vorhanden sein. Im Betrieb senken Brennwertanlagen aber dann Ihren Energieverbrauch und damit die laufenden Kosten. Der Wirkungsgrad einer Brennwertheizung liegt überraschenderweise in manchen Werbe-Materialien über 100 Prozent. Das ist natürlich nicht möglich.

Schließlich kann bei der Verbrennung nicht mehr Energie freigesetzt werden als im Brennstoff enthalten. Dieser theoretische Wert wird nur möglich, da bei der Berechnung des Wirkungsgrads einer Heizung der Heizwert zugrunde gelegt wird. Dieser liegt – wie oben beschrieben – immer unter dem Brennwert. Sollten Sie also in der Produktbeschreibung einer Erdgas-Heizung einen Wirkungsgrad von 107 % entdecken, liegt dieser tatsächlich „nur“ bei 96 % – und damit immer noch in einem hervorragenden Bereich.

Brennwert Heizwert Unterschied: Heizsysteme

Umrechnung von Brennwert und Heizwert » So geht‘s

Möchten Sie die Effizienz von Heizgeräten oder Brennstoff miteinander vergleichen, sollten Sie unbedingt darauf achten, immer mit der gleichen Größe zu rechnen: Heiz- und Brennwert der verschiedenen Brennstoffe stehen immer in einem festen Verhältnis zueinander. Dank fixer Faktoren fällt es leicht, aus dem Brennwert den Heizwert zu berechnen und umgekehrt.

Möchte man vom Heizwert auf den Brennwert schließen, benötigen Sie folgende Faktoren: 

  • Holz: 1,08
  • Heizöl: 1,06
  • Erdgas: 1,11
  • Flüssiggas 1,09

Möchten Sie den Brennwert in den Heizwert umrechnen, teilen Sie diesen durch die jeweilige Zahl.

Brennwert umrechnen in Heizwert

Wie einfach sich der Brennwert in den Heizwert umrechnen lässt, zeigen wir Ihnen am Beispiel von Brennholz: 

Hartholz wie Rot- oder Weißbuche besitzt in getrocknetem Zustand einen Brennwert von 4,2 kWh/kg. Der Umrechnungsfaktor von Holz beträgt 1,08 (siehe Tabelle oben). Die Umrechnung von Brennwert in Heizwert funktioniert also so:

4,2 kWh/kg : 1,08 ≈ 3,89 kWh/kg

Der Heizwert von Hartholz beträgt also 3,89 kWh/kg.

Heizwert umrechnen in Brennwert

Noch einfacher ist es, den Heizwert in den Brennwert umzurechnen.

Dafür multiplizierst Du den Heizwert mit dem jeweiligen Faktor. Im Falle von Hartholz mit einem Brennwert von 4,2 kWh/kg ist das wieder 1,08:

4,2 kWh/kg x 1,08 ≈ 4,54 kWh/kg

Der Brennwert von Hartholz liegt also bei 4,54 kWh/kg.

Brennwert vs. Heizwert: Das ist der Unterschied!

Eigentlich ist der Unterschied zwischen Brennwert und Heizwert ganz einfach erklärt: Brennwert = Heizwert + Kondensationswärme Anhand dieser Formel erklärt sich auch der höhere Wirkungsgrad von Brennwertheizungen: Diese Technik mit Wärmetauscher ist in der Lage, auch die im Wasserdampf des Rauchgases enthaltene Energie zur Wärmegewinnung zu nutzen./p>

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Holz Harry

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