So lagerst Du Brennholz richtig!

Das Heizen mit Holz gewinnt immer mehr an Beliebtheit. Angesichts steigender Gas- und Ölpreise stellt Brennholz ein vergleichsweise günstiges und zudem ökologisches alternatives Heizmaterial dar. Auch das gemütliche Ambiente, das ein knisterndes Feuer im Kamin in der kalten Jahreszeit ausstrahlt, spricht für das Heizen mit Holz. Bevor der Ofen angefeuert werden kann, muss das Brennholz allerdings gut trocknen. Harry weiß, auf was es bei der richtigen Lagerung von Brennholz ankommt.

Das lernst Du von Holz Harry:

  • Lagern – warum Brennholz überhaupt gelagert werden muss!
  • Trockenheit – wann ist das Holz getrocknet?
  • Lagerort – welche Orte eignen sich zum Lagern?
  • Stapeln – so stapelst Du Brennholz richtig!

Warum muss Brennholz lagern?

Der Heizwert von Brennholz hängt zum einen von der Holzart und zum anderen vom jeweiligen Trocknungsgrad ab. Frisch geschlagenes und gespaltenes Brennholz brennt sehr schlecht. Aufgrund seiner hohen Feuchtigkeit fängt es nicht richtig Feuer, sondern glimmt nur vor sich hin und entwickelt dabei viel Rauch. Das Verbrennen von feuchtem Holz erzeugt nicht nur kaum Wärme, sondern schädigt außerdem Umwelt und Gesundheit.

Durch die richtige Lagerung von Brennholz sinkt der Wasseranteil im Holz von anfangs etwa 60 Prozent innerhalb von zwei bis drei Jahren auf unter 20 Prozent. Während dieser Zeit gibt ein Kubikmeter Holz bei optimalen Lagerbedingungen bis zu 250 Liter Wasser ab. Dann hat das Holz seinen idealen Brennwert erreicht.

Eine deutlich längere Lagerung ist allerdings nicht zu empfehlen. Nach etwa vier Jahren beginnen biologische Abbauprozesse und die gasreichen Anteile des Holzes, die den höchsten Brennwert besitzen, verflüchtigen sich nach und nach. In der Folge vermindert sich der Heizwert von Jahr zu Jahr deutlich.

Scheitholz als Alternative zu Holzbriketts

Wann ist das Holz gut getrocknet?

Wird das Brennholz an einem günstigen Ort gelagert, kannst du nach zwei bis drei Jahren ziemlich zuverlässig davon ausgehen, dass der optimale Brennwert erreicht ist. Gewissheit erhältst du durch die Verwendung eines Feuchtemessgeräts. Dieses gibt es im Baumarkt schon ab etwa 15 Euro.

An der Kopfseite des Geräts befinden sich zwei Metallstifte. Diese werden auf das Holz aufgesetzt oder etwa zwei Millimeter hineingesteckt. Der Feuchtewert wird dann durch den elektrischen Widerstand zwischen den beiden Elektroden gemessen und als Prozentzahl leicht verständlich auf dem Display angezeigt.

Wo am besten Brennholz lagern?

Grundsätzlich erfüllt der optimale Lagerplatz für Brennholz diese drei Voraussetzungen:

  1. Er ist trocken und sonnig.
  2. Er bietet Schutz vor Witterungseinflüssen.
  3. Er ist gut belüftet.

Ein guter Platz, um Brennholz im Garten zu lagern, ist direkt am Haus. Als ideal empfiehlt sich eine nach Süden ausgerichtete Hauswand unter einem großzügigen Dachüberstand. Für eine optimale Luftzirkulation stapelst du das Holz mit fünf bis zehn Zentimetern Abstand zur Hauswand.

Während des Trocknungsprozesses gut aufgehoben ist Brennholz beispielsweise auch unter dem Schleppdach eines Gartenhauses. Eine traditionelle Art, im Garten Brennholz zu lagern, ist eine sogenannte „Holzmiete“. Dabei werden die Holzscheite in einer freien Konstruktion zu einem Zylinder aufgeschichtet, der sich nach oben hin verjüngt.

Um in jeder Heizperiode ausreichend trockenes Holz zur Verfügung zu haben, solltest du beständig Holz für ein bis zwei Jahre einlagern und dabei unbedingt diese Tipps berücksichtigen:

  • Unabhängig von der Lagervariante benötigst du eine Basis aus Kanthölzern, Europaletten oder Steinen: So verhinderst du, dass das Holz vom Boden her Feuchtigkeit zieht.
  • Die Überdachung, die das Brennholz vor der Witterung schützt, muss luftdurchlässig sein. Unter einer Plastikplane o. ä. kann die Feuchtigkeit nicht entweichen und das Risiko für Schimmelbildung ist groß. Verwende stattdessen besser ein Wellblech.
  • Im Schuppen oder in der Garage solltest du Brennholz lagern, das schon einige Zeit vorgetrocknet wurde. In geschlossenen Räumen ist die Luftzirkulation sehr gering und es kommt ebenfalls häufig zur Schimmelbildung und Fäulnis. Dadurch sinkt nicht nur der Heizwert des Holzes, sondern es können auch nachhaltige Schäden an der Bausubstanz entstehen.

Brennholz richtig stapeln – So geht‘s

Bevor du beginnst, das Brennholz zu stapeln, solltest du grundsätzlich darauf achten, dass die schmale Seite des Stapels nach Westen, der sogenannten „Wetterseite“ zeigt. So stellst du sicher, dass Holz möglichst gut vor Niederschlägen geschützt ist.

Lässt du gerne deiner kreativen Ader freien Lauf, kannst du das auch beim Brennholzlagern tun: Baue beispielsweise mit verschiedenen Holzarten einzelne Motive oder Muster in den Stapel ein oder integriere andere Elemente wie einen historischen Fensterrahmen oder ein Wagenrad. Oder lockere die Optik der gestapelten Wand auf, indem du sie später mit alten Werkzeugen oder dem ein oder anderen kleinen Blumentopf schmückst.

Beim Stapeln von Brennholz gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:

  1. Damit die Scheite nicht faulen, legst du sie am besten immer mit der Rinde nach unten.
  2. Bei einem Wandstapel kannst du die Enden stabilisieren, indem du rechts und links drei bis vier Scheite kreuz und quer aufeinanderschichtest.
  3. Ohne zusätzliche Seitenstützen sollte ein Holzstapel nicht höher als zwei bis drei Meter sein.

Übrigens, das könnte Dich auch interessieren:

Holz Harry empfiehlt Dir

Brennholz richtig lagern » Die Tipps im Video!

Weiterführende Links

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.